Arbeitsuniform wirkung psychologie

Bikinis machen dumm. Zumindest während der Tragedauer. Zu diesem Schluss kamen Forscher der University of Michigan in den neunziger Jahren.

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Bei der Studie schnitten Frauen, die einen Bikini trugen, in Matheaufgaben schlechter ab als die, die mehr anhatten. Auf den ersten Blick lässt sich daraus kein alltagstauglicher Ratschlag herleiten — die wenigsten planen, sich im knappen Zweiteiler in die nächste Prüfung zu setzen. Aktuellere Studien bestätigen diesen Effekt: Der Psychologe Abraham Rutchick und seine Kollegen von der California State University wollten wissen, welchen Einfluss Kleidung auf unser Denken hat.

Sie luden 90 Studenten zu verschiedenen Assoziationstests ein, wobei die eine Hälfte während der Tests Alltagskleidung trug und der Rest wie bei einem Bewerbungsgespräch angezogen war.

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Nach Fortbewegungsmitteln befragt, gaben sie zum Beispiel neben Begriffen wie "Auto" oder "Fahrrad", auch "Kamel" an. Aber nicht nur auf unsere Gedanken wirkt das, was wir tragen, sondern auch ganz direkt auf den Körper: So zeigten Forscher der University of Durham, dass bei den Olympischen Spielen Sportler mit einem roten Trikot häufiger siegten als solche mit einem blauen.

Schon vor den Wettkämpfen hatten die Roten messbar mehr Kraft und einen schnelleren Herzschlag als die Blauen. Den Einfluss auf den Hormonhaushalt untersuchten Wissenschaftler der Yale University. Das Ergebnis: Die Anzugträger waren nicht nur dominanter und erfolgreicher als die anderen, sie hatten auch einen konstant hohen Testosteronspiegel.

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Dieser Spiegel sinkt beim Verlieren von Wettbewerben — bei den Kandidaten in Jogginghose geschah dies schon vor dem Ende der Verhandlung. Dieser letzte Versuch zeigt, dass die Magie nicht allein in Naht, Schnitt oder Stoff der Kleidung liegt, sondern in dem, was wir damit verbinden. Unser Gehirn reagiert nicht immer gleich auf Reize. Hat uns vorab ein Geruch, eine Farbe , ein Wort oder Bild an etwas denken lassen, also bestimmte Gedächtnisinhalte wachgerufen, dann beeinflusst uns das unbewusst.

Zwei Beispiele: Studienteilnehmer verhielten sich, nachdem sie über Geld geredet hatten, egoistischer als solche, die nicht darüber gesprochen hatten. Blonde Studentinnen, die vor einem Intelligenztest Blondinenwitze lasen, schnitten danach schlechter ab als diejenigen, die andere Witze lasen. Auch Kleider wecken in uns bestimmte Assoziationen.

Bedeutung von Kleidung und Auftreten im Beruf

Wir verbinden mit ihnen Macht, Geschlecht, Status oder Alter und damit wiederum bestimmte Eigenschaften. Ab jetzt also im roten Anzug oder im Arztkittel zum Bewerbungsgespräch? Wohl kaum. Vielleicht war das auch das Problem der Bikini tragenden Rechnerinnen. Jetzt teilen auf: Facebook Facebook twitter Twittern Flipboard Flippen Whatsapp WhatsApp Facebook Messenger Facebook Messenger Pocket Pocket Mail Mailen Artikel drucken.