Unausgesprochen worte psychologie
Empathie / Einfühlungsvermögen: Die Fähigkeit und Bereitschaft zu verstehen
Jeder Mensch wird immer wieder mit neuen Selbsterfahrungen konfrontiert, die bisweilen sehr stark vom bestehenden Selbstkonzept abweichen können. Carl Rogers glaubte, dass der Mensch immer versucht, diese Diskrepanz möglichst klein zu halten. Dabei ist die Qualität des Selbstkonzepts entweder positiv oder negativ dafür verantwortlich, wie mit diesen Selbsterfahrungen umgegangen wird, d.
Eine Person ist dann kongruent , wenn ihr aktuelles Verhalten und Erleben mit dem bestehenden Selbstkonzept weitgehend übereinstimmen. Ist dies nicht der Fall, so spricht man von Inkongruenz. Wenn ein Mensch also körpersprachliche Signale sendet, die nicht zu seiner verbalen Aussage passen, verhält er sich körpersprachlich inkongruent.
Der Betreffende verhält sich für einen Beobachter unnatürlich, ohne auch gleich zu erkennen, woran das liegt. Auch Unsicherheit führt bei Menschen häufig zu Inkongruenz, die daher manchmal falsch interpretiert wird. Eine Mutter ist beispielsweise verärgert und wütend über ihren Sohn. Sie verhält sich kongruent. Sie unterdrückt diese Gefühle oder nimmt sie vielleicht gar nicht wahr.
Wenn ein Wort das andere gibt
Ihr Erleben ist dann inkongruent. Oft bleiben innerhalb des Gesprochenen daher wichtige Informationen unausgesprochen, oder es gibt einen Widerspruch zwischen dem Gesagten und dem Gemeinten, was Verwirrung und Missverständnisse in der Kommunikation stiften kann. Inkongruenz bedeutet demnach praktisch, wenn ein Mensch körpersprachliche Signale sendet, die nicht zur verbalen Aussage passen, sodass er sich körpersprachlich inkongruent verhält.
Auch Unsicherheit führt häufig zu Inkongruenz, die jedoch leicht falsch interpretiert werden kann. Auch bei der Kommunikation mit Hunden spielt Inkongruenz offensichtlich eine wichtige Rolle, denn Andics et al. Hunde nehmen nämlich Lob nur dann als solches auf, wenn die Wörter sowie der Tonfall lobend sind. In einer Untersuchung hat man die Gehirnaktivitäten von Hunden gemessen, während die Tiere Tonaufnahmen ihrer Trainerin hörten.
Den Hunden wurden in dem Experiment verschiedene Versionen vorgespielt: lobende Worte mit lobender Intonation, lobende Worte mit neutraler Intonation und neutrale Worte mit lobender Intonation gehört. Dabei zeigte sich, dass das Gehirn eines Hundes ähnlich wie das eines Menschen Sprache verarbeitet: Die linke Gehirnhälfte war primär für die Bedeutung von Worten zuständig, die rechte für den Tonfall.
Zudem war bei den Hunden das Belohnungszentrum nur dann aktiviert worden, wenn die Worte sowie die Intonation in der Stimme der Trainerin lobend waren. Hunde können daher nicht nur auseinanderhalten, was man sagt und wie man es sagt, sondern sie können beides auch kombinieren, um die Worte korrekt zu interpretieren. Übrigens : Hunde sind besonders sensibel in Bezug auf die Ängstlichkeit von Menschen , sodass der Rat von Experten, einen Hund niemals die Angst spüren zu lassen, seine Richtigkeit hat.
Westgarth et al. Dabei zeigte sich, dass je labiler sich die Probanden und Probandinnen selbst einstuften, desto wahrscheinlicher war es, dass diese auch bereits einmal von einem Hund angegriffen worden waren. Andics, A. Neural mechanisms for lexical processing in dogs. Science, dos Westgarth, C. How many people have been bitten by dogs?
A cross-sectional survey of prevalence, incidence and factors associated with dog bites in a UK community. Journal of Epidemiology and Community Health, doi Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.