Lachen psychologie spirituell
Das Tier schnaubt ruhig. Es drückt seinen schweren Körper behutsam gegen den braunhaarigen Mann. Minutenlang verharren beide.
Extreme Gefühle (1/2): Das Lachen der Anderen
Christian steht einfach nur bei seinem Pferd. Ohne sich zu bewegen. Rocky nennt er ihn. Sein Fels. Der Gedanke an Rocky hat ihn damals gerettet. Lange Zeit kämpfte Christian Weber mit seinen Depressionen. Ein Kampf, den er fast verloren hätte.
Sachbuch - Psychologie, Esoterik, Spiritualität, Anthroposophie
Seine braunen Augen füllen sich mit Tränen. Vor vier Jahren bekam er die Diagnose: schwere Depression. Damals wollte er es nicht glauben. Selbst als der Psychiater ihm Medikamente verordnete. Es sei ein langer Prozess gewesen, sich die Krankheit einzugestehen. Stephen Aita, Facharzt für psychotherapeutische Medizin, kennt diesen Prozess. Viele kämen erst bei einer schweren Depression in die Behandlung.
Aita macht sich oft Gedanken darüber, wie ihnen besser geholfen werden kann, wie Suizidversuche verhindert werden können. Auch Weber kam zu diesem Moment. Zu dem Zeitpunkt nahm er das erste Mal Antidepressiva. Die Tabletten verstärkten seine Suizidgedanken. Der Arzt habe ihn auf diese Nebenwirkungen nicht ausreichend hingewiesen. Nach einem anstrengenden Arbeitstag fuhr er nach Hause.
Es war neun Uhr abends. Sie würde nichts mitbekommen. Schon lange hatte er sich überlegt, dass er sein Leben beenden möchte. Bis zu diesem Abend waren es noch schwarze Gedanken. Weber beschleunigte. Im Dunkeln fokussierte er den Baum. Plötzlich sah er sein Pferd Rocky vor sich.
Depressionen überleben: Fünf Jahre ohne Lachen
Er riss das Lenkrad nach rechts und raste in den Acker. Weber weinte. Das erste Mal nach vielen Wochen kamen ihm wieder Tränen. Vier Stunden blieb er im Auto sitzen, bis er zu seinem Pferd fuhr.