Fußball und psychologie

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Faszination Fußball – Eine Psychologie des Rasenballsports

Millionen am Bildschirm können alles besser als der Mann am Ball, besonders in den ganz heiklen Situationen. Selbst Portugals bester Stürmer Cristiano Ronaldo hatte so einen Moment bei der WM , als er im Spiel gegen den Iran einen Elfmeter verschoss. Das haben Forscher der Leipziger Uni um Sportpsychologin Anne-Marie Elbe in einer Studie mit Erstliga- und USpielern aus Dänemark und Schweden untersucht.

Es ist ein Fragebogen, um depressive Verstimmungen zu erheben. Die Fragen beziehen sich zum Beispiel auf Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, betrübte Stimmung, Energielosigkeit. Noch gravierender zeigt die Studie das Problem bei den Nachwuchsspielern. Die USpieler hatten deutlich höhere Werte bezüglich der depressiven Verstimmungen als die älteren Spieler.

Es war einmal ein Spiel — mit einem Ball, zwei Toren und zwei Mannschaften. Inzwischen wird alles rund um den Ball — vom Tor bis zum Fan, vom Tattoo bis zum Schuh — genau unter der Lupe der Wissenschaft betrachtet. Es sind nicht die Schwachen, sondern die besonders Ehrgeizigen und Leistungswilligen, die gefährdet sind. Aus dem Anspruch, ständig Topleistung zu bringen, wird ungesunder Perfektionismus, Angst vor jedem noch so kleinen Fehler.

Sportpsychologie im Profi-Fußball: Zwischen Trend und Träumerei | Die Sportpsychologen

Die Spieler verkrampfen. Sportpsychologen trainieren mit den Spielern, solche negativen Angstgedanken ins Positive zu wenden. Weltmeister Per Mertesacker hat im März in einem Interview sehr offen den Druck in seiner Karriere beschrieben. Die Leipziger Studie zeigt, wie verbreitet dieses Problem ist. Wobei im Sportbusiness inzwischen das Problembewusstsein gewachsen ist, sagt Anne-Marie Elbe:.

Die Nachfrage für die Sportpsychologie ist stark angestiegen.

Wissenschaft zur Fußball-WM: Psychotraining für Fußball-Profis |

Dabei wird auch moderne Technik eingesetzt. Psychologisches Training findet heute oft mit 3D-Brillen statt, wo per virtueller Realität Belastungssituationen simuliert werden. So lässt sich selbst für Extremmomente wie den Anlauf zum Elfmeter das richtige Verhalten trainieren. Wo schaue ich hin in dem Moment, damit ich mich nicht ablenken lasse. Oftmals wird empfohlen, nicht auf das Publikum zu schauen, sondern sich auf den Ball zu konzentrieren.

Die Psychologen vermitteln den Spielern auch, dass ein verschossener Elfer einfach passieren kann und es danach weitergeht. MDR Wissen Zur Startseite von MDR Wissen Logo MDR Wissen.

Fußball-Psychologie

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