Psychologie der freundschaft

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Ernie und Bert, Dick und Doof, Winnetou und Old Shatterhand, Bibi und Tina, Hermine und Harry Potter - enge Freundschaft ist ein beliebtes Motiv in Film und Literatur. Was Freundschaften ausmacht und warum wir Freunde brauchen. Gehört ihr zur Sorte "lonesome wolf" und macht euer eigenes Ding oder seid ihr der gesellige Partytyp mit jeder Menge oberflächlicher Kontakte?

Oder setzt ihr auf zwei, drei Freunde, mit denen ihr durch dick und dünn geht? Wer ein bisschen auf Nostalgie steht, dem ist Heinz Rühmanns Lied vertraut: "Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt. Ein Freund bleibt immer Freund, und wenn die ganze Welt zusammenfällt Was macht Freundschaft für euch aus? Die Statistik zeigt: Gute Freunde sind den meisten Menschen tatsächlich enorm wichtig - sogar wichtiger als alles andere, so das Ergebnis der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse AWA aus dem Jahr Gute Freunde und enge Beziehungen nehmen mit knapp 85 Prozent die Spitzenreiterposition in der Befragung ein, was man persönlich im Leben für besonders wichtig und erstrebenswert erachtet.

Eine glückliche Partnerschaft bringt es auf nicht einmal 75 Prozent. Laut einer repräsentativen Onlinebefragung von der YouGov Deutschland GmbH von sind besonders drei Dinge wichtig in einer Freundschaft: Für 71 Prozent der Befragten ist Ehrlichkeit in einer Freundschaft ein Muss. Ebenfalls 70 Prozent ist es wichtig, dass man gegenseitig füreinander da ist, "auch wenn die ganze Welt zusammenfällt".

Allerdings haben die meisten Erwachsenen in Deutschland nur wenige enge Freunde, also vertraute Personen, die ihnen nahestehen. Das ergab eine im Jahr im Auftrag der Deutschen Presseagentur durchgeführte Umfrage. Aus vorgegebenen Beziehungen werden eigene Entscheidungen für oder gegen andere Menschen.

Freundschaft: Lexikon der Psychologie

In unseren Freundeskreisen geben wir unseren Werten und Haltungen eine soziale Gestalt,". Man sucht sich seine Freunde also aus. Klingt logisch. Je älter wir werden, desto mehr sinkt die Zahl der Freunde. Steht man erst einmal fest im Berufs- und Familienleben, ist die Pflege von Freundschaften schwieriger. Umzüge, Jobwechsel und Rente lassen den Freundeskreis weiter schrumpfen.

In der " Jacobs Studie " vom Institut für Demoskopie Allensbach gaben ein Drittel der über jährigen Befragten an, keine richtig guten Freunde zu haben. Best friends forever - in der Pubertät ist die beste Freundin oft wichtiger als Eltern oder Geschwister. Mit ihr kann man alles bereden, sie hat Zeit, wenn man Liebeskummer hat und tröstet einen.

Freundschaften: Freunde für immer? | Psychologie | Verstehen | ARD alpha

Daraus kann sich im Laufe der Zeit eine lebenslange intensive Freundschaft entwickeln. Dann begleitet einen die beste Freundin durch sämtliche Ups und Downs im Leben. Voraussetzung: Toleranz, Zeit und ganz wichtig - Humor. Eine Studie, die im Fachmagazin "Frontiers of Psychology" im Januar veröffentlicht wurde , nahm unter die Lupe, wie sich Freundschaften auf die Gesundheit, das Glück und das Wohlbefinden von Menschen auf der ganzen Welt auswirken.

Die Studie umfasste Dabei wurden von den Forschenden der Columbia University, New York, und der Michigan State University, East Lansing, verschiedenste Daten verwendet - zum Beispiel solche zu Gesundheit und Lebenszufriedenheit, wirtschaftliche und kulturelle Variablen. Sie untersuchten dann den Zusammenhang dieser Faktoren mit der Wertschätzung von Freundschaft.

Der kulturelle und soziale Einfluss auf die Bedeutung von Freundschaft wurde bisher nur in wenigen Studien berücksichtigt. Das Ergebnis der Studie: Freunde spielen eine bedeutende Rolle für das geistige und körperliche Wohlbefinden der Menschen. Laut Studienergebnis messen Frauen, Menschen mit höherem Bildungsniveau und Menschen aus Ländern mit geringer Ungleichheit und hohem Wohlstand Freundschaften eine höhere Bedeutung bei.