Sportfan psychologie

Zum Einen im Positiven, also wie die Fans Ihre Mannschaft durch Jubel und Schlachtgesänge motivieren und zum Sieg peitschen. Zum Anderen auch mit den negativen Auswirkungen von Schimpftiraden, Buhrufen oder Rassismus. Doch wie werden positive Emotionen im Sportfan ausgelöst und was hat dieser davon??

Interaktionen von Sportfans und deren Folgen [Partner-News]

Was hat der Sportfan SELBST vom Sportkonsum? Mit dieser Frage beschäftigte sich ein australisches Forscherteam [1] aus Blickwinkel der positiven Psychologie. Das PERMA-Modell nach Seligman setzt sich dabei aus den Komponenten Positive Emotionen , Engagement , Beziehungen , Sinnhaftigkeit und der persönlichen Zielerreichung zusammen.

Um die Auswirkungen des Sportkonsums auf diese positiv-psychologischen Aspekte zu erfahren, wurden zahlreiche Fans der Gold Coast Suns der australischen Football-Liga AFL interviewt. Die Auswertung der Daten zeigte folgende positiv-psychologischen Effekte auf den einzelnen Sportfan :. Der Sportfan erfährt im Wettkampf — jedoch auch abseits des Wettkampfes — viele unterschiedliche positive Emotionen wie Optimismus , Erfüllung oder Glück.

Dies geschieht unter anderem durch die Erfahrung, dass sich das eigene Team in ihrer Leistung z.

Was hat der Sportfan vom Fan-SEIN?

Wichtige positive Erfahrungen sind dabei auch Aktivitäten und spezielle Fanevents , welche vom Verein FÜR die Fans organisiert werden. Ein wesentlicher Benefit den ein Sportfan hat, sind positive soziale Erlebnisse, neue Beziehungen und Gruppenerfahrungen. Im Laufe der Zeit entsteht daraus eine Gruppenzugehörigkeit welche auch ein wesentliches menschliches Grundbedürfnis darstellt.

Man braucht nur in Fanzonen oder Stadien zu blicken in welchem sich fremde Menschen bei einem wichtigen Tor umarmen als hätten sie sich seit 50 Jahren nicht gesehen. Vor allem für Menschen die in eine neue Stadt kommen oder kein soziales Netzwerk haben ist der Sport eine Topadresse beim Entstehen neuer Freundschaften.

Zudem ist ein Sportevent eine tolle Möglichkeit um mit Freunden und Familie ein gemeinsames Erlebnis zu erfahren. Dies kann auch noch dadurch verstärkt werden, dass der Fan mit einem Mitgliedsbeitrag oder Beisein bei wettkampffernen Vereinsevents z. Weihnachtsfeier, Mitgliederversammlung, Autogrammstunden, freiwillige Mitarbeit,….

Auch das Kundtun seiner persönlichen Meinung vor Spielern, Trainern oder Funktionären bzw. Das Gefühl am sportlichen Erfolg beigetragen zu haben kommt besonders dann zum Tragen, wenn man den Verein bzw. Dazu zählen neben dem Jubel auch noch das Begeistern und Werben von anderen Fans. Offen bleibt nach wie vor die Frage, ob das Fan-SEIN zu mehr sportlicher Aktivität beiträgt. Diese Frage konnte in der Studie vom australischen Forschungsteam um Doyle [1] nicht klar beantwortet werden.

Scheinbar ist das Fansein alleine nicht stark genug um persönliches sportliches Engagement auszulösen. Was kam zuerst? Das sportlich SEIN oder der passive Sportkonsum? Obwohl noch einige Fragen offen bleiben offenbaren sich ein paar wertvolle praktische Tipps , wessen Implementierung sich für wachsenwollende Vereine , welche die Fankultur pflegen wollen, lohnen sollte:.

Bist du auch ein Fan? Wenn ja, dann schreib doch einfach deine Erfahrungen mit dem Fan-SEIN oder Wünsche an Sportvereine in das Kommentarfeld. Exploring PERMA in spectator sport: Applying positive psychology to examine the individual-level benefits of sport consumption. Sport Management Review , Mario Schuster ist Arbeits- und Sportpsychologe sowie zertifizierter Mentaltrainer im Leistungssport.

Zudem ist er ein praxiserfahrener Sportwissenschafter und hat am 1. Jänner das Unternehmen Mental Synergy gegründet.