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Es ist eine einleuchtende These: Wer hohen Erwartungen ausgesetzt ist und zugleich wenige Entscheidungsspielräume hat, wird schnell unzufrieden. Die Wissenschaft kennt das seit als Demand-Control-Modell, mit dessen Hilfe sich ziemlich gut erklären lässt, warum manche Arbeitnehmer unglücklicher im Job sind als andere.

Hohe Anforderungen und wenig Freiheit bedeuten demnach ein Risiko für die seelische und körperliche Gesundheit. Jetzt haben Wissenschaftler das anerkannte Modell auf die Welt von Studenten übertragen: Psychologen der Uni Heidelberg wollten so herausfinden, wie sich Stress und Zufriedenheit der Studenten entwickelt haben, seit die meisten Studiengänge von Magister und Diplom auf Bachelor und Master umgestellt wurden.

Zugespitzt formuliert wollten sie wissen: Macht der Bachelor krank? Denn darauf deuteten vorherige Untersuchungen und auch die Berichte zahlreicher Studienberater hin.

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg – Wikipedia

Ihr Ergebnis: eindeutig ja! Veröffentlicht wurde die Arbeit jetzt in der Fachzeitschrift "Psychologische Rundschau". Zwar ist demnach der tatsächliche Studienaufwand, oft gemessen in Wochenstunden, kaum gestiegen: Je nach Mess- und Befragungsmethode investieren Studenten 20 bis 36 Stunden pro Woche - das hat sich kaum verändert während der vergangenen Jahre.

Sieverding und ihre Kollegen halten aber die zeitliche Belastung für ein unbrauchbares Kriterium. Warum sollte für die Hochschulwelt nicht auch gelten, was in der Arbeitswelt gilt? Die Wissenschaftler haben Psychologiestudenten an vier Unis befragt, darunter Bachelor- und 98 Diplomstudenten. Sie kamen aus verschiedenen Semestern, nur gab es keine Studienanfänger mehr in Diplomstudiengängen - die sind fast überall umgestellt.

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Sieverding sagt, die Ergebnisse seien nur für Psychologiestudenten repräsentativ, sie erwarte in anderen Fächern aber ähnliche Ergebnisse. Die Wissenschaftler empfehlen daher unter anderem mehr unbenotete Lehrveranstaltungen und längere Regelstudienzeiten. Sieverding rät den Studienanfängern in Heidelberg mittlerweile ganz direkt: "Lasst euch mehr Zeit.

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E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren. Zu den zentralen Ergebnissen gehören: Wie viele Stunden pro Woche jemand ins Studium investiert, hat nur einen geringen Einfluss auf das Stressempfinden - und gar keinen auf die Zufriedenheit. Bachelor-Studenten berichten von deutlich höherem Leistungsdruck als Diplom-Studenten. Die wiederum ist wichtig, um einen Master-Studienplatz zu bekommen.

Die Entscheidungsfreiheit hat wenig Einfluss auf das Stressempfinden. Hier entdeckten die Forscher keinen Unterschied zwischen Studenten aus verschulten Bachelor- und vergleichsweise offenen Diplom-Studiengängen. Auf die Zufriedenheit wirkt sich die mangelnde Freiheit hingegen sehr deutlich aus. Techniken gegen Uni-Stress Techniken gegen Stress: Wenn du es eilig hast, setze dich.

Stress Psychologie Studium in echt Bachelor und Beruf. Die Wiedergabe wurde unterbrochen. Audio Player minimieren.

Universität Heidelberg

Mag nicht mehr: Bachelor-Studenten fühlen sich gestresster als Diplom-Studenten Foto: Corbis. Teilen Sie Ihre Meinung mit. Melden Sie sich an und diskutieren Sie mit Anmelden. Speichern Sie Ihre Lieblingsartikel in der persönlichen Merkliste, um sie später zu lesen und einfach wiederzufinden.