Psychologie alles steht kopf

Disney Pixars Alles steht Kopf 1. Darstellung der Emotionen im Film. Entwicklungstheorien 2. Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung 2. Emotionale Entwicklung im Kindesalter. Kinder verstehen manchmal ihre Eltern nicht und ebenso verstehen Eltern manchmal ihre Kinder nicht. Das kann sich sowohl auf Gedankengänge, Ansichtsweisen und Vorstellungen als auch auf konkrete Handlungen beziehen.

Probleme in der Kommunikation zwischen Eltern und Kind sind dadurch oft vorprogrammiert. Wer wünscht sich da nicht, einmal in den Kopf des beziehungsweise der jeweils Anderen zu schauen und sehen zu können, wie dieser Mensch denkt und fühlt. Diesen Wunsch verwirklicht Disney Pixars Alles steht Kopf wenn auch nur fiktiv. Der Film über die elfjährige Riley und ihre Eltern spielt sich hauptsächlich im Gehirn des Mädchens ab.

"Alles steht Kopf": Der Hypothalamus ist eine Hochschaubahn:

Nur in einzelnen Szenen werden auch Vorgänge in den Köpfen anderer Personen, wie beispielsweise die von Rileys Eltern gezeigt. Auf diese Weise erfahren die Zuschauer, wie die drei Familienmitglieder zu völlig unterschiedlichen Interpretationen ein und derselben Situation gelangen und warum sie darauf auf eine bestimmte Weise reagieren. So interessant die Vorstellung des Gedankenlesens auch sein mag, werden Menschen wahrscheinlich nie in der Lage sein, auf diese Weise in den Kogf eines anderen einzudringen.

Aus diesem Grund wird in der vorliegenden Arbeit nicht näher auf die Interaktionen der Figuren eingegangen. Stattdessen widmet sie sich der Betrachtung von Rileys Entwicklung vom Säugling zur Zwölfjährigen.

"Alles steht Kopf" von Pixar: Kinderquatsch für Erwachsene

Bei der Verständigung zwischen Kindern und deren Eltern kann es bereits hilfreich sein, wenn die Eltern die verschiedenen Entwicklungsstadien ihres Kindes kennen und darauf eingehen können. Obwohl diese Entwicklung jeder Mensch selbst einmal durchlebt hat, kann sich kaum ein Erwachsener noch an sein Denken und Fühlen als Kind erinnern.

Das erwachsene Denkmuster wird dann oft auf ein Kind übertragen, kann aber von diesem noch nicht genauso angewendet werden. Um dieser teilweise fehlgeleiteten Kommunikation vorbeugen zu können, hat sich unter anderem der Schweizer Entwicklungspsychologe Jean Piaget mit der Ausbildung kindlicher Denkstrukturen beschäftigt.

Seine Theorie der kognitiven Entwicklung gilt nach wie vor als Basis weitergehender Forschung und wurde trotz einiger Kritik bisher lediglich erweitert, nicht aber überholt. Zeitgleich zur kognitiven findet im Kindesalter auch eine emotionale Entwicklung statt. Manch ein Wissenschaftler geht sogar davon aus, dass es keinen kognitiven Vorgang gibt, der frei von Emotionen ist vgl.

Izard zitiert nach Stangl Zu dieser Ansicht gibt es jedoch eine Menge abweichender Meinungen. Die Auffassung aber, dass Kognition und Emotion im menschlichen Gehirn eng miteinder verknüpft sind, teilen die meisten Psychologen, Neurobiologen und Sozialwissenschaftler vgl. Aus diesem Grund müssen im Folgenden sowohl Piagets Theorie der kognitiven Entwicklung als auch die emotionale Entwicklung betrachtet werden, um sie mit der der kleinen Riley im Film vergleichen zu können.

Im ersten Teil wird kurz auf den Inhalt von Alles steht Kopf eingegangen,ebenso wie auf die Darstellung der darin vorkommenden Emotionen. Die nächsten Abschnitte bilden eine Betrachtung der Entwicklungstheorie Piagets und verschiedener Ansätze der emotionalen Entwicklung. Das Ende dieser Arbeit bildet ein zusammenfassendes Fazit. Unter der Regie von Pete Docter und Ronaldo del Carmen feierte er am Mai auf den Internationalen Filmfestspielen von Cannes seine Premiere.

Thematisch beschäftigt sich der Film hauptsächlich mit dem Zusammenspiel von fünf verschiedenen Emotionen im Kopf der elfjährigen Riley. Um dies auf einer annähernd wissenschaftlichen Basis stattfinden zu lassen, konsultierte die Produktionsfirma Pixar Animation Studios einige psychologische Berater.

Darunter waren beispielsweise Dacher Keltner, ein Psychologieprofessor der University of California in Berkeley und der emeritierte Wissenschaftler Paul Ekman, seinerseits ebenfalls ehemaliger Psychologieprofessor der University of California, San Francisco vgl.