Psychologie geschäftsessen

Das gemeinsame Geschäftsessen ist oft beliebter Ausklang eines langen Arbeitstages oder der Auftakt zu einer noch längeren Partnerschaft. So entspannt ein Geschäftsessen auch sein kann, es lauern auch eine Menge Gefahren. Schon bei der Wahl des Restaurants kann vieles schiefgehen. Besonders, wenn Sie Ihre Gäste und deren Geschmäcker noch nicht gut kennen.

5 psychologische Geheimrezepte für mehr Erfolg

Die Speisekarte sollte nicht zu exotisch sein. Auch wenn das neue Restaurant gerade besonders angesagt ist, Heuschrecke in Blätterteig, Grillen in Knoblauch oder Buffalowurm-Galettes sind nicht jedermanns Sache. Auch Sushi erfreut nicht jeden Gaumen, das gleiche gilt für deftigste Hausmannskost. Auch wenn es langweilig ist, mit einem guten Italiener macht man nichts falsch.

Erkundigen Sie sich im Vorfeld, ob es auch vegetarische und vegane Gerichte gibt — und ob der Koch gewillt ist, auf diverse Intoleranzen der Gäste zu reagieren. Natürlich darf bei einem Geschäftsessen auch Alkohol getrunken werden. Aber man darf auch gerne den Aperitif oder den Wein zum Essen ablehnen. Besonders als Gastgeber sollten Sie ihre Grenzen kennen.

Nichts ist peinlicher, als sich angetrunken Geschäftspartnern zu präsentieren.

10 Fehler beim Geschäftsessen:

Denken Sie immer daran, ein Geschäftsessen ist immer noch Teil der Arbeit. Kleiner Tipp: Die eingedeckten Gläser werden von rechts nach links verwendet. Alle Gläser werden am Stiel angefasst oder im unteren Drittel und nur bis zu einem Drittel eingeschenkt. Wird das Essen serviert, stellt sich die Frage: Wohin mit der Serviette? Einzige Ausnahme: Sie essen Hummer oder andere Krustentiere.

Dann bekommen Sie aber eine extra Serviette serviert.

Geschäftsessen: Die Etikette sicher im Griff

Wenn Sie einmal den Tisch verlassen müssen, lassen sie Serviette locker zusammengelegt neben dem Teller liegen — und zwar links. Der Kellner stellt vor dem Essen ein Körbchen mit Brot auf den Tisch. Und kleine Schälchen mit Butter. Trotzdem ist das kein Butterbrot!

Mit guten Manieren beim Geschäftsessen punkten

Das sogenannte Couvert-Brot wird immer gebrochen, nie komplett mit Butter bestrichen. Man bricht es in mundgerechte Stückchen, bestreicht es und führt es dann zum Mund — wer es ganz genau mit der Etikette nehmen will, benutzt dazu die linke Hand. Damit Sie nicht zum Suppenkasper am Tisch werden, sollten Sie folgendes beachten: nicht pusten, nicht schlürfen, nicht mit dem Brot tunken und den Löffel nur mit der Spitze zum Mund führen.

Doch was machen Sie mit dem Rest der Suppe, an den Sie so schlecht herankommen? Sind Sie als Gast eingeladen, sollten Sie nicht die Gelegenheit nutzen, um endlich mal die teuersten Speisen zu testen, für die Sie sonst zu geizig sind. Wählen Sie aber auch nicht bewusst das günstigste Essen. Im Idealfall fragen Sie Ihren Gastgeber, ob er Ihnen etwas empfehlen könne.

Wenn Sie den Umgang mit der Hummerzange nicht beherrschen, wäre ein Geschäftsessen der falsche Zeitpunkt, es einmal auszuprobieren. Auch sollten Sie keinen ganzen Fisch bestellen, wenn Sie ihn nicht filetieren können. Und Finger weg von Tomatensauce. Und dann ist es doch passiert. Schwungvoll haben Sie ein Glas auf dem Tisch abgeräumt.