Psychologie weinende menschen

Emotionales Weinen tritt immer dann auf, wenn psychologische Grundbedürfnisse entweder nicht erfüllt oder aber sehr intensiv befriedigt werden. Dazu zählen Freudentränen ebenso wie Tränen aus Trauer, Angst oder Wut. Einsamkeit, Machtlosigkeit, Überforderung, Harmonie und Medienkonsum sind die fünf grundlegenden Gegebenheiten, die zu Tränen führen können.

Wie erwartet, zeichnete sich in der Studie Einsamkeit insbesondere durch eine erlebte Frustration des Bedürfnisses nach Nähe aus. Dazu zählen auch Tränen aufgrund von Liebeskummer oder Heimweh. Freudentränen treten den Forschern zufolge dagegen nach der intensiven Befriedigung des Bedürfnisses nach Harmonie auf - etwa auf einer Hochzeit.

Psychologie: Deshalb sind weinende Menschen psychisch stabiler

Als Beispiel für Tränen aufgrund von Machtlosigkeit nennen die Wissenschafter die Reaktion auf eine Todesnachricht. Jede vierte beobachtete Episode fiel in die Kategorie Medienkonsum. Dabei sind mehrere Besonderheiten zu beobachten. So ist die weinende Person im Vergleich zu anderen Kategorien nur indirekt betroffen und die Tränen treten "stellvertretend" auf.

Der Auslöser ist ein Erlebnis, das der Hauptfigur eines Buches oder Filmes widerfährt, in die sich die Person hineinversetzt, schreiben die Forscher.

Psychologie zum Heulen - Die Chemie des Weinens

Um das menschliche Weinen zu ergründen, hatten die Wissenschafter in zwei Online-Umfragen Menschen zu Gründen für emotionale Tränen befragt. In einem weiteren Versuch sollten Versuchspersonen täglich Tagebuch führen. Dabei zeigte sich etwa, dass jüngere Menschen häufiger als ältere aufgrund von Überforderung weinten.

Klar zu unterscheiden sind die emotionalen Tränen von den sogenannten basalen Tränen, die das Auge stets feucht halten und schützen. Die Psychologen sehen die Studie als Grundlage für weitere Forschung zum Phänomen emotionaler Tränen. Bisher fehlten etwa Erkenntnisse darüber, welchen Einfluss Tränen darauf haben, ob ein Mensch einen anderen unterstützt, teilte Ko-Autor Johannes Keller mit, Leiter der Abteilung Sozialpsychologie der Universität Ulm.

Die Identifikation der fünf häufigsten Gründe des Weinens könne dabei helfen, diese und mehr Fragen in Zukunft zu beantworten. Dies ist das Online-Archiv der Wiener Zeitung. Die neue Website finden Sie unter www. Service E-Paper Veranstaltungen. Startseite Wissen Mensch. Empfehlen 6. Teilen Über SMS teilen Per E-Mail weiterleiten. Auf Facebook teilen Twittern Über Whatsapp teilen Über Facebook Messenger teilen Über SMS teilen Per E-Mail weiterleiten Link kopieren.

Basale und Reflex-Tränen Klar zu unterscheiden sind die emotionalen Tränen von den sogenannten basalen Tränen, die das Auge stets feucht halten und schützen.

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Schlagworte Psychologie Tränen Gefühle Studie Motivation and Emotion. Liebe Leserin, liebe Leser, Ihre Meinung ist uns wichtig! Zusendungen bitte an feedback wienerzeitung. Wissenschaft in Jahren. Ende der Wiener Zeitung. Gehirn und Psyche.