Psychologie empathie kongruenz
Ob sich ein Patient bei einem Behandler wohl fühlt, hängt entschieden davon ab, wie dieser mit ihm kommuniziert. Die personenzentrierte Gesprächsführung ist eine hervorragende Methode, Menschen Wertschätzung entgegenzubringen. Therapeuten, die sich die Methode aneignen, werden auch viel über sich selbst lernen. Rogers und seinen Kollegen in den er Jahren entwickelt wurde. Rogers ging davon aus, dass Menschen bereits von sich aus die Fähigkeit haben, ihre Probleme zu lösen und in ihrer Persönlichkeit zu wachsen, dass sie dafür aber ein verständnisvolles, wertschätzendes Gegenüber brauchen.
Kernmerkmale der personenzentrierten Gesprächsführung sind Empathie, Wertschätzung und Echtheit - Eigenschaften, die eng zusammenhängen. Empathie bedeutet, die Empfindungen des anderen wahrzunehmen und zu respektieren. Es ist die Fähigkeit, sich in den anderen hineinzuversetzen und die Welt mit seinen Augen zu betrachten. Folgendes Beispiel zeigt, wie sich empathische Wahrnehmung und Respekt auf eine Situation auswirken können.
Was mögen die Gründe dafür sein, dass sie die Übungen nicht macht?
Nimm Drei! - Empathie, Wertschätzung, Echtheit
Es ist nicht schwer nachzuvollziehen, dass sich die Patientin bei Physiotherapeut A weniger gesehen und angenommen fühlen wird als bei B. Grundlage für Empathie sind Selbstwahrnehmung und Selbstakzeptanz. Je offener Sie für Ihre eigenen Gefühle sind, desto fähiger werden Sie sein, den Gefühlen Ihres Gegenübers Respekt entgegenzubringen. Kennen Sie all diese Gefühle?
Sind Ihnen manche fremd? Sind Sie jemand, der kaum Angst hat? Vielleicht fällt es Ihnen dann schwer, ängstliche Patienten zu verstehen. In diesem Fall könnten Sie sich an Ihre Kindheit erinnern: Hatten Sie damals vor irgendetwas Angst? Wie haben Sie sich gefühlt?
Was versteht man unter Kongruenz, Akzeptanz und Empathie
Empathie bedeutet, den anderen in den Mittelpunkt zu stellen. In dem Moment, in dem Ihr Patient Ihren Praxisraum betritt, geht es um ihn. Machen Sie das auch nonverbal deutlich: Seien Sie zugewandt in der Körperhaltung und schauen Sie Ihren Patienten im Gespräch an. Verbal zeigen Sie Empathie, indem Sie die Empfindungen des Patienten ansprechen, anstatt sie zu übergehen.
Wichtig ist jedoch, dass der Patient die Freiheit hat, seine Gefühle selbst zu reflektieren. Das können Sie durch vorsichtige Formulierungen und Fragen unterstützen.
Psychologie-Fachgebärdenlexikon: Kongruenz
Ich dachte, das gehört nun endlich der Vergangenheit an, aber jetzt sind sie wieder da. Die eigene Wahrnehmung soll dem Patienten nicht übergestülpt werden. Wenn Sie auf all diese Verhaltensweisen verzichten, kann sich Ihr Patient angstfrei in die therapeutische Beziehung einbringen. Das folgende Gesprächsbeispiel veranschaulicht noch einmal, worauf es bei der empathischen Gesprächsführung ankommt.
Patient: Herr B, ich habe letzte Woche schon wieder nicht die Übungen gemacht, ich habe es nicht auf die Reihe gebracht, dafür Zeit einzuplanen. Patient: Ja, stimmt, ich bin eigentlich richtig sauer auf mich. Ich bin doch sonst so diszipliniert. Therapeut: Den meisten fällt es schwer, Disziplin für den Sport aufzubringen.
Rogers, Carl Ransom
Mir scheint, Sie sind da sehr streng mit sich. Therapeut: Wahrscheinlich bauen Sie mit der Strenge so viel Druck auf, dass es Ihnen umso mehr schwerfallen muss, aktiv zu werden. Therapeut: Könnten Sie sich vorstellen, einmal anders daranzugehen?