Bugs bunny psychologie

Umgekehrte Psychologie

Nicht sehr, berichten Wissenschaftler um Jacquie Pickrell und Elizabeth Loftus von der University of Washington. Sie überprüften den Wahrheitsgehalt der Erinnerungen von Disneyland-Besuchern. Dazu teilten sie ihre Versuchspersonen in vier Gruppen. Die erste Gruppe bekam eine allgemeine Werbeanzeige für Disneyland gezeigt, auf der keine Comic-Figuren abgebildet waren.

Warum gerade Bugs Bunny?

Der Wahrheit auf der Spur | Psychologie

Doch plötzlich offenbarten die Versuchspersonen ganz erstaunliche Erinnerungen an ihren Disneyland-Besuch: 30 Prozent der dritten Gruppe und 40 Prozent der vierten Gruppe versicherten, sie hätten Bugs Bunny dort gesehen, manche berichteten sogar, sie hätten ihm die Hand geschüttelt. Doch es beschränkte sich nicht allein auf ein Treffen der Figur. Erst die Werbung sorgt dafür.

Denselben Effekt können auch andere Werbeplakate erzeugen. Selbst wenn die eigene Erfahrung mit einem Produkt gar nicht so gut war, so können doch entsprechende Anzeigen dieses Gefühl in einem erzeugen und die eigenen Erinnerung womöglich gar überprägen.

Der Wahrheit auf der Spur

Man sollte die starke beeinflussende Wirkung von Werbung daher nicht unterschätzen, warnen die Wissenschaftler. Und die Erinnerung an den wunderschönen Ausflug? Nun, wenn man noch einmal genauer nachdenkt, fällt einem vielleicht ein, wie lange man anstehen musste, wie teuer das Eis war, und dass es nachmittags geregnet hat.

Wie schnell doch eine falsche Erinnerung entsteht — und wie hartnäckig sie sich hält. Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.