Freundin nachäffen psychologie

Ob Marilyn Monroe oder Audrey Hepburn, Emma Watson oder Hermine Granger, die beste Freundin oder eine Kollegin — ein Vorbild kann uns inspirieren oder uns Orientierung liefern. Und es kann uns helfen, eingefahrenen Bahnen zu verlassen und neue Wege zu gehen. Doch wie funktioniert das und wie können wir am besten von unserem Vorbild profitieren? Veränderungen gehen weniger leicht vonstatten, als es uns lieb ist.

Das liegt nicht daran, dass wir es nicht genug wollen. Wir sind auch nicht zu schwach oder geben uns nicht genug Mühe. Wir können nur einfach nicht so leicht aus unserer Haut. Grund sind u. Und so schmieden wir in der Theorie die schönsten Pläne, rutschen in der Praxis — besonders in stressigen Situationen — allerdings s chnell wieder in alte Handlungs- u.

Die eingefahrenen Verhaltensautobahnen sind nun mal bestens ausgebaut und in einer Stresssituation wird niemand den Trampelpfad mit unbekanntem Zielort wählen. Unsere inneren Muster führen zudem dazu, dass wir die Welt durch unsere ganz eigene Brille wahrnehmen. Dazu gehört auch, dass wir mit bestimmten Erwartungen an die Dinge herangehen.

Trübt etwa jedes Jahr ein heftiger Streit den Familienurlaub, dann gehen wir davon aus, dass es auch in diesem Jahr so sein wird.

Was tun gegen Leute, die einen nachäffen?

Weil es bisher immer so war. Und zur Not verhalten wir uns unbewusst so, dass der lange erwartete Streit dann auch tatsächlich eintritt. So gerne wir uns also verändern wollen, so schwer ist es in der Praxis. Und genau hier greift unser Vorbild. Alleine können wir schwerlich aus unserer Haut. Wenn wir aber gedanklich in die Schuhe unseres Vorbildes schlüpfen, können wir buchstäblich einen Blick über den Tellerrand werfen , der uns sonst eher verwehrt bleibt.

Gemeinsam mit unserem Vorbild gelingt es uns vielleicht sogar, über diesen Tellerrand zu hüpfen.

Mimikry (Psychologie) – Wikipedia

Um zaghafte erste Schritte in fremde Gedankenwelten zu wagen und neue Erfahrungen zu machen. Unser Vorbild kann uns dazu anleiten, eine andere Perspektive einzunehmen. Oder uns dazu ermutigen, ruhig mal bestimmte Verhaltensweisen auszuprobieren. Zumindest dann, wenn wir wirklich den Wunsch verspüren, unserem Vorbild ein wenig nachzueifern. Und uns nicht nur auf das Lesen aller Promi-News beschränken.

Oder darauf, tagein und tagaus alle Filme von Marilyn, Audrey oder welchem Vorbild auch immer zu schauen und uns daraufhin in Tagträume verlieren. Mit einem Vorbild , das uns — tatsächlich oder in unserer Vorstellung — an die Hand nimmt, kann es uns Stück für Stück gelingen, neue Handlungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

Je positiver und zugkräftiger das Vorbild für uns ist, desto besser. Je spielerischer und entspannter wir uns an die Experimente mit unserem Vorbild wagen, desto besser. Idealerweise starten wir die ersten Versuche auch nicht an einem mit unangenehmen Terminen vollgepackten Wochentag. Sondern lieber am Wochenende. Oder noch besser während des Urlaubs, vielleicht während einer kleinen Reise.

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Dort gibt es nämlich weitaus weniger Menschen, die uns bereits in eine bestimmte Schublade gesteckt haben und dementsprechend irritiert auf unsere Experimente reagieren. Handelt es sich bei unserem Vorbild nicht um jemanden, mit dem wir nicht täglich zusammen sind, ist auch eine Gedankenstütze hilfreich. Etwa ein Bild in Sichtweite des Arbeitsplatzes oder ein entsprechender Bildschirmschoner.

Ich selbst habe mir als Gedankenstütze übrigens einen Ring besorgt, den das Konterfei von Audrey Hepburn ziert.