Drei kräfte der psychologie

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Wir möchten nextgenleaders unterstützen. Le Bon stellt sich die Fragen: Wie kommt es, dass sich Menschen für Ideen begeistern lassen, die sie kaum verstehen können? Andererseits kann man Le Bon im Zeitalter der Massenmedien und der Massenkultur manchmal eine erstaunliche Treffsicherheit und Aktualität bescheinigen — einige seiner Analysen könnten auch aus dem Jahrhundert stammen.

Auch heute Anmerkung von getAbstract : Ende des Jahrhunderts bahnen sich wieder Veränderungen dieser Art an, und es ist abzusehen, dass das kommende Zeitalter von den Massen bestimmt sein wird. Das ist aber ein kultureller Rückschritt. Unabhängig von diesem Zweck oder den Eigenschaften der Mitglieder, etwa Nationalität oder Bildungsgrad, sind die wesentlichen Merkmale einer Masse immer gleich.

Die Masse bildet eine Gemeinschaftsseele: Zugunsten einer gemeinsamen Haltung der Gruppe gibt der Einzelne seine Persönlichkeit und seine Meinung auf. Die Gruppe denkt, fühlt und handelt anders als jedes einzelne Mitglied. Das liegt daran, dass in der Masse weniger der Verstand als vielmehr die Gefühle und das Unbewusste zum Tragen kommen.

Dritte Kraft

In ihrer Intelligenz können Menschen sehr verschieden sein, aber in ihren Gefühlen sind sie sich ganz ähnlich, zumindest innerhalb eines Volkes. Da sich eine Masse von Gefühlen leiten lässt, kann sie keine besonders intelligenten Entscheidungen treffen. In der Masse bleibt der Einzelne anonym; deswegen neigt er dazu, Dinge zu tun, die er sonst nie tun würde.

Er fühlt sich mächtiger als sonst und begeht dann Verbrechen, zu denen er allein nie den Mut hätte.

Psychodynamik: DocCheck Flexikon

Wünsche und Haltungen übertragen sich in der Masse sehr leicht; die Wirkung ist mit Hypnose vergleichbar. Da diese sich aber schnell ändern können, ist auch die Haltung der Masse sehr veränderlich. Massen neigen zu falschen Beobachtungen und kollektiven Halluzinationen. Das ist dadurch zu erklären, dass sich eine Masse oft in einer Erwartungshaltung befindet.

Wenn dann ein Einzelner angeblich etwas beobachtet, überträgt sich seine Haltung auf die anderen, sodass alle glauben die gleiche Beobachtung zu machen — und keiner bemerkt, dass sie gar nicht zutrifft. Auf diese Weise lassen sich z. So ist oftmals gerade das besonders unglaubwürdig, was viele Menschen beobachtet haben wollen.

GRUNDLAGEN DER MOTIVATIONSPSYCHOLOGIE:

Statt der differenzierenden intellektuellen Auseinandersetzung kennt die Masse nur starke Gefühle; sie kann eine Haltung nur unbedingt annehmen oder ebenso unbedingt ablehnen. Sie möchte beherrscht werden und bevorzugt dabei die strengen Herrscher. In einer Demokratie sind deshalb technische Neuerungen und sonstige Fortschritte kaum durchzusetzen.

Ebenso wie die Menschen als Teil einer Masse eher zu Verbrechen fähig sind, so sind sie unter einem entsprechenden Einfluss auch eher zur Aufopferung und zu Heldentaten bereit. Das gilt besonders, wenn es um Religion, um Ehre oder ums Vaterland geht. Alle Kriege und Kreuzzüge zeugen davon. Die Masse kennt zwei Arten von Ideen: Grundideen und vorübergehende Ideen.