Psychologen spinnen
Schon in der Antike, über die Romantik bis hin zur heutigen Literatur ist die Spinne ein wiederkehrendes Erzählmotiv — verbunden mit Fragen zu Schicksal, Leben und Tod oder genutzt als Symbol des Bösen sowie zur abwertenden Darstellung von Weiblichkeit. Da kommt die Spinne wirklich nicht gut weg! Keine Sorge — wir zeigen dir Wege, wie du lernen kannst, besser mit der Angst vor Spinnen umzugehen.
Bei dieser Frage ist es wichtig, normale Ängste von einer Phobie zu unterscheiden. Denn Angst ist ein natürliches Gefühl, welches dir — auch wenn es oft unangenehm ist — helfen kann, Gefahren zu erkennen und auf diese zu reagieren. Angst dient also unserem Selbstschutz. Betroffene erleben dann häufig Symptome wie Atemnot, Schwindel, Herzklopfen oder sogar Panikattacken und Todesängste.
Arachnophobie – Was tun bei Angst vor Spinnen?
Diese Angst ist dann keine Hilfe mehr, sondern eine echte Belastung für den Alltag. Im Fall einer Spinnenphobie, auch Arachnophobie genannt, spricht man von einer sogenannten spezifischen Phobie. Du kannst für dich deshalb noch einmal ganz bewusst prüfen, welchen Raum die Spinnenangst in deinem Leben einnimmt:.
Dies alles können Hinweise darauf sein, dass du Symptome einer Spinnenphobie zeigst.
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Damit befindest du dich in guter Gesellschaft, da ca. Die Spinnenphobie scheint bei den Tierphobien die Häufigste zu sein. Wie so häufig in der Psychologie ist die Frage nach der Ursache nicht ganz einfach zu beantworten und kann auch eine Kombination aus verschiedenen Gründen sein. Es gibt in der Forschung und Theorie einige Ideen, wie Phobien entstehen und warum gerade die Angst vor Spinnen so prominent ist.
Ein paar dieser Theorien haben wir dir hier aufgeführt:. So vermuten Forschende, dass aufgrund der überlebenswichtigen Funktion von Ängsten, eine allgemeine Angstsensitivität — also eine Empfindlichkeit eher mit Angst auf einen Reiz zu reagieren — durch Vererbung weitergegeben wird. Darüber hinaus können durch intensive belastende Erfahrungen in unserem Leben Verknüpfungen zwischen Ängsten und bestimmten Objekten entstehen.
So kann zum Beispiel das Erlebnis, in einem dunklen Keller die Orientierung zu verlieren und dort Gefühle von Angst und Hilflosigkeit zu erleben, sich mit einem in diesem Moment zur Verfügung stehenden Reiz also etwa einer Spinne verknüpfen. Dabei stellt die Spinne selbst gar keine Bedrohung dar.
Virtuelle Therapie gegen Spinnenangst in Entwicklung: Neurologen und Psychiater im Netz
Dazu haben Studien herausgefunden, dass manche Reize wie Spinnen oder Schlangen viel leichter mit Ängsten verknüpft werden können als andere. Dabei sind in unserem heutigen Alltag Objekte wie Autos oder Steckdosen eigentlich viel gefährlicher. Was macht Mama, wenn Sie eine Spinne sieht? Insbesondere im Kindesalter sind wir besonders aufnahmefähig und lernen anhand unserer Umwelt, unserer Kultur und den Verhaltensweisen von Bezugspersonen, wie wir am besten auf Spinnen reagieren sollten.
Diese Art von Lernprozessen wird in der Psychologie auch das Lernen am Modell genannt und spielt eine wichtige Rolle dabei, wie wir Spinnen wahrnehmen und ob wir eine Arachnophobie entwickeln. In der psychoanalytischen Theorie wird angenommen, dass die Spinnenphobie auch der Ausdruck eines unbewussten — also uns nicht klar greifbaren — inneren Konflikts sein kann.
So kann eine psychische Belastung, die eigentlich einem anderen Thema gilt — jedoch für uns nicht zu verstehen oder zu lösen ist — auf ein anderes Objekt, wie zum Beispiel eine Spinne verschoben werden. Dadurch wird diese für uns ursprünglich nicht greifbare psychische Belastung auf eine konkretere und verstehbare Art erlebbar gemacht. Dieser Vorgang wird Verschiebung genannt. Puh, das war jetzt einiges an Input!
Bist du noch dabei? Dann hier noch ein weiterer Punkt, der bei der Angst vor Spinnen eine besondere Rolle spielt:. Acht Beine, acht Augen, überall Haare und dann auch noch diese Klauen — igitt! Das sieht so gar nicht wie ein Mensch aus!