Wamn zum psychologe

Wir stellen die wissenschaftlich anerkannten Therapien gegen seelische Erkrankungen vor. Bei Heike G. Hauth erinnert sich, wie selbstbewusst ihre Patientin wirkte, als sie in die Praxis kam. Eine hübsche Frau, 52 Jahre alt, mit einem Handicap: "Sie war mit einer Gaumen-Lippen-Spalte geboren worden, einer Hasenscharte", erzählt die Psychotherapeutin, "und hatte trotz Operation das dafür typische nasale Sprechen.

Psychologe, Psychiater, Psychotherapeut: Was sind die Unterschiede?

Wäre da nicht diese Traurigkeit, die sie seit Wochen gefangen halte. Beruflich stieg sie nach der Banklehre schnell auf. Und nun, mit Anfang 50, war da plötzlich, zum ersten Mal, echte Trauer. Über das Unglück von früher. Und die Einsamkeit von heute. Für Dr. Hauth beginnt an diesem Punkt die wirkliche Arbeit. Denn nicht jede Therapie eignet sich für jeden Menschen und für jedes Problem.

Nicht jeder Mensch, der leidet, braucht eine Therapie Heike G. Hauth, "und durch positive, passendere Denk- und Verhaltensweisen zu ersetzen. Ich bin liebenswert, so wie ich bin. Müsste dann nicht jeder eine Therapie erhalten?

Psychologe, Psychotherapeut, Psychiater: Die Unterschiede | Galileo

Hauth kennt solche Einwände. Andere brauchen jedoch professionelle Hilfe — selbst wenn ihre Lebenssituation zunächst gar nicht nach einer Notlage aussieht. Wie bei Tanja P. Hauth: "Sie war glücklich verheiratet, hatte zwei erwachsene Kinder, arbeitete als Verkäuferin in Teilzeit. Niemand verstand, warum sie morgens plötzlich nicht mehr aus dem Bett kam und sich zu nichts mehr aufraffen konnte.

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Psychologe, Psychiater oder Psychotherapeut? | Nordbayern

Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung. Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z. Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung. Ja, ich willige ein und möchte den Inhalt sehen Auch hier empfahl Dr. Hauth eine Verhaltenstherapie. Nun waren die Kinder weg, der Mann viel beschäftigt und damit ihr Selbstwertgefühl wie ausgelöscht.

Eine Therapie macht das Leben nicht rosarot — aber einfacher Doch nicht für jeden eignet sich die Verhaltenstherapie, die stark auf die Vernunft setzt. In manchen Fällen muss die Gefühlsebene stärker angesprochen werden. Wie etwa bei Vera S. Sie verordnete ihr deshalb eine tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, verbunden mit einer Gruppentherapie.

Dort lernte Vera, ihre Enttäuschung und Wut auszudrücken, sich selbst mehr zu schätzen und Beziehungen einzugehen. Kann eine Psychotherapie alle Wunden heilen? Findet sich Heike heute schön, und kann Vera ihren Eltern verzeihen?